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Freitag August 17, 2018
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Review: Solitary Men - Refuge

refuge solitary men f534327256Peavy Wagner, Manni Schmidt & Christos Efthimiadis waren mal Rage, jetzt sind sie Refuge. Also irgendwie so etwas wie ein Zeitmaschinen-Rage. Mit „Solitary Men“ gibt es nun eine neue Scheibe - direkt aus der Vergangenheit sozusagen. Aber, wer jetzt Altbackenes erwartet, darf zum Glück enttäuscht sein: Dem Trio merkt man zu jeder Zeit auf dieser Scheibe die wiedergewonnene gemeinsame Spielfreude an. Gleich "Summer's Winter" zeigt, wo hier der Hammer hängt und die recht rau produzierte Nummer besticht durch melodische Höhepunkte und furioses Schlagzeuggewitter.

Übers Peavys Gesang zu streiten, lohnt hingegen nicht. Wie kaum ein anderen Metalsänger in Deutschland spaltet der Bassist die Kopfschüttelgemeinde. Klassischer Fall von: Hassen oder Lieben. Was man ihm auf "Solitary Men" aber niemals vorwerfen kann, ist, dass er es an Variabilität vermissen lässt. Ob Knurren (etwa im besten Song des Albums "The Man In The Ivory Tower“) oder lange nicht mehr gekannte "Höhenflüge" ("Waterfalls) - er haut alles raus, was er kann und so, wie er es kann.

Instrumental ist sowieso alles in Butter: Manni Schmidt zockt mit einer Attitüde zwischen Rotzigkeit und Virtuosität, dass man langsam versteht, warum Ausnahmetechniker Victor Smolski Peavy bei Rage irgendwann zu glatt war. Zur Musik, die Refuge hier anbieten, ist Schmidt der richtige Mann. Christos Efthimiadis ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben, auch hier ist die richtige Portion "Roughness" im Spiel. Das Songwriting ist an manchen Stellen zu schematisch. Manche würden es "Stil" nennen, ich finde einen Song wie "We owe a life to death" zu vorhersehbar und er kommt mir zu bekannt vor. Das gleiche gilt für "Mind over matters" mit seinem schunkeligen Mitgröhlrefrain. X-fach gehört, ein Fall für den sanften aber bestimmten Skip-Touch.

Ansonsten machen Refuge auf der Langrille nicht viel falsch, im Gegenteil, sogar vieles richtig, dass man sich manchmal die Frage stellt, warum man Rage jetzt auch noch braucht. Mal sehen, wohin die Zeitmaschine die Band noch katapultiert.

 

Fazit: Refuge waren mal Rage und klingen auch so - gutes "Debüt"

 

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Review: Race to Resurrection - Motorjesus

Motorjesus RaceToRessurection Artwork400x400-400x400Platz nehmen im Cockpit, das Anschnallen nicht vergessen, denn was jetzt kommt, könnte zu einer ernsthaften Benzinabhängigkeit in Verbindung mit exzessivem Geschwindigkeitsrausch führen: Motorjesus treten auf "Race of Resurrection" das Gaspedal derart durch den Fahrzeugboden, dass zu "befürchten" ist, man könnte die Mönchengladbacher in Zukunft nur noch auf den ganz großen Bühnen aus weiter Entfernung über Stadionmonitore bestaunen. Was lange als Geheimtipp für kleine Racetracks galt, schickt sich an, in Kürze ins Formel 1-Geschäft einzusteigen. Dabei wurde das Kraftstoffgemisch gar nicht groß verändert. Nach dem Line-up-Wechsel (Gründungsmitglied Guido Reuss ist wieder raus, ebenfalls Bassist Roman Jasicak) haben Andy Peters (git), Chris "Howling" Birx (voc) und Oliver Beck (drums) den neuen Boliden in der Garage zu dritt eingehämmert. 

Viele Momente, die auf "Race of Resurrection" für Begeisterung sorgen, waren schon immer Bestandteil des Motorjesus-Sounds. Das überaus fette "King  Collider" hätte auch auf dem Überalbum "Wheels of Purgatory" sein können zum Beispiel. Dennoch präsentiert sich das Songwriting dieses Mal eine Spur reifer, ausgefeilter, ohne die angeborene Rotzigkeit aufgeben zu müssen. Der Opener "Tales  From  The  Wrecking  Ball" etwas ist ein nahezu perfekter Motorjesus-Song, der mit dem chirurgischen Einsatz der Twingitarren fast alle anderen Fahrer im Metalfeld bereits nach der ersten Runde des Rennens im Staub hinter sich lässt.

Und so rocken sie sich Runde um Runde durch den 13-Tracks starken Rundling, ohne auch nur einmal in Gefahr zu raten, die Pole Position des deutschen Hardrocks abzugeben. Ja, Birx und Co brausen derart souverän durchs Rennen, dass - und hier ist das Überraschungsei der CD versteckt - sie es sich erlauben können, kurzfristig vom Gas zu gehen. Was dabei herauskommt, ist mit der grungigen Powerballade "The  Infernal" schlichtweg einer der Top 3-Songs der Bandgeschichte. Mehr Seattle, mehr 90er-Vibe ist aus Mönchengladbach, ja aus ganz Deutschland, nicht herauszupressen. Gibt's was zu meckern? Wenig. Vielleicht ist "Speedway Sanctuary" etwas beliebig und fällt leicht ab gegenüber Megatracks wie die bereits genannten, aber auch "The Storm", "Re-Ignite" oder "Running out of time" (geiler Refrain). Ansonsten ist alles perfekt geölt und der Wagen läuft wie geschmiert. Damit ein Rennwagen geil ist, muss er auch dröhnen und tönen und hier hat Dan Swanö von Unisound bei der Produktion (wieder) grandiose Arbeit geleistet. "Race of Resurrection" drückt ohne den Hörer zu erdrücken. 

 

Tipp: Motorjesus feiern die Veröffentlich von "Race to Resurrection" am Freitag, 15.Juni, im Essener Turock mit ihrer Releaseshow.

 

Fazit: Fetter Racer mit einer Seattle-Über-Mega-Powerballade (im besten Sinne des Wortes)

 

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Review: The Road To Hell - Sunstorm

SUNSTORM The Road To Hell 1fbaf5c585Die Band Sunstorm kehrt mit ihrem fünften Studioalbum „The Road To Hell“ zurück. Bereits 2006 erblickte das erste Album das Licht der Welt. Ausnahmesänger Joe Lynn Turner (Deep Purple, Rainbow, Rising Force) und Bassist Dennis Ward (Pink Cream 69) gründeten seinerzeit die Combo. Sie bleiben dem Stil des vorherigen Album „Edge Of Tomorrow“ dabei auch auf der neuen Rille treu.

"Only the Good Will Survive" gibt den Startschuss zu „The Road To Hell“. Schöne Riffing-Parts, die Powerchords knallen und Turner ist in guter Form. Sofort ist der 80er Jahre Rockmetal-Modus angeknipst. Das perfekte Terrain für Turners Stimme. Der Chorus geht direkt ins Ohr und ein dickes Solo bereitet mich auf das vor, was noch kommen mag.

Track zwei - Namensgeber des Albums „The Road to Hell“ - ist ebenfalls sehr eingängig. Del Vecchios Keys und die Gitarre legen sich um Turners hier sanfteren Vocals. Im Refrain ziehen die Jungs noch mal an und Mulatoni zaubert erneut ein fettes Gitarrensolo. Definitiv ein guter Einstieg für das neue Album.

Der Chorus von „Blind The Sky“ hat sich so tief in mein Hirn gekämpft, das ich hier das Prädikat Hardcore-Ohrwurm vergebe. Absolut Livetauglich. Der Chor stärkt Turner den Rücken und macht „Blind The Sky“ zu einem echt heißen Teil.

„Future to Come“ drückt noch mal etwas nach. Joe singt dieses Stück ein wenig aggressiver. Dies ist definitiv einer der härteren Songs auf „The Road To Hell“. Zugegeben, oftmals sind die Songs etwas vorhersehbar. Aber die perfekt untergebrachten Soli reißen es wieder raus.

„Everywhere“ beginnt sehr melodisch mit Keyboard und Gitarre. Selbst wenn man kein Wort englisch versteht, begreift man sofort, dass es um verlorene Liebe geht. Deine Alte hat dich verlassen? Hier ist dein Song für die Kneipe, um ein melancholisches Bier auf den ganzen Frust zu saufen. Turner kennt den Schmerz und kehrt ihn für dich mit Sunstorm nach außen. Die perfekte 80er Ballade.

 

Fazit: Classicrock-Fans werden sich an „The Road To Hell“ laben.

 

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Review: Queen of Time - Amorphis

amorphis-queen-of-timeEine der erfolgreichsten finnischen Metal-Bands kehrt mit einem überraschenden Album zurück. In ihrer fast drei Dekaden andauernden Bandgeschichte hat „Amorphis“ einige Metamorphosen mitgemacht. Vom Death-Metal wandten sie sich irgendwann mehr dem Progressive-Metal zu und verstrickten finnische und arabische Elemente in ihren Songs. Diese findet man auch vermehrt in ihrem zehn Tracks starken "Queen of Time" wieder.

„The Bee“ berauscht durch die zahlreichen harmonischen Wechsel und die vielen Arabesque-Einlagen mit der Gitarre. Der Mix aus Growls und den cleanen und starken Chorus-Parts wird begleitet von choralem Gesang und den harmonischen Wechseln. Was eine Biene mit Metal zu tun hat, ist mir leider trotzdem nicht klar.

Es ist mir bewusst, dass das Wort „episch“ in der Vergangenheit zu inflationär gebraucht wurde, jedoch vergebe ich dieses Prädikat an „Wrong Direction“. Extrem melodisch, sehr eingängiger Chorus, und das Gefühl dabei den finnischen Wind entgegen geblasen zu bekommen – am Ende endlich noch ein paar Growls dazu - Danke!

„Amongst Stars“ kommt ähnlich melodisch und noch gefälliger daher. Die härteren Growl-Parts werden dann durch die Vocals von Anneke von Giersbergen verschnörkelt. Bisschen mehr Dampf hätte schon sein dürfen.

Sind die Finnen bei „Golden Elk“ vielleicht fremdgegangen und haben sich an einem Hamburger-Schiffshorn bedient? Spaß beiseite, der Track geht gut nach vorne. Die arabischen Elemente mit den härteren Vocals haben für mich Ohrwurm-Potenzial. Das Riff will man direkt nachklimpern. Mit „Heart Of A Giant“ liefern die Finnen einen absoluten Live-Intro-Track. Ich wiederhole: pure finnische Epik. Mal sehen welchen Einstieg die Finnen dann beim diesjährigen Auftritt bei Wacken aus dem Hut zaubern. Insgesamt drei Shows haben sie 2018 in Deutschland.

Insgesamt bleiben Amorphis in „Queen Of Time“ ihrer Linie treu. An mancher Stelle dürften Sie gerne wieder härtere Seiten aufziehen.

 

Fazit: Album Nummer 13 ist alles andere als eine Unglücksplatte

 

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Review: Kings among Scotland - Anthrax

anthrax-kings among scotlandAusnahmsweise gute Neuigkeiten aus Amerika: Anthrax hauen 2018 mit "Kings among Scotland" ein Live-Album raus, das überzeugt (auch, weil die ganze Among the Living am Stück gespielt wird). Das erste was einem bei dem Album ins Auge fällt: das Cover kommt einem ziemlich bekannt vor. Der Grund ist „Rock And Roll Over“ von KISS. Mit dem Live-Recording tut Anthrax der Thrash-Metal-Szene einen Gefallen. Neben der 18-Tracks umfassenden Doppel-CD, bekommt man noch das Live-Erlebnis für Ohr und Auge auf DVD dazu, inklusive Behind-The-Scenes-Einblicken und Interviews mit der Besetzung. Dass sie Thrash-Metal-Titan und ein Viertel der „Big 4“ sind, beschert den Jungs ein entsprechend vorgeheiztes Publikum.

Joey Belladonna besticht auch in den Höhenlagen, liefert einfach ab und bestätigt seinen Status als bester Sänger der Szene (*hüstel  - red). Bei dieser Bandgeschichte und dem enormen Repertoire hat Anthrax einiges zu bieten. „A.I.R“ nur der Einstieg, es folgt Kassenschlager nach Kassenschlager und das schottische Thrash-Metal-Publikum feiert. Mit von der Partie: „Madhouse“, „Medusa“, „Indians“ und zum Abschluss „Antisocial“. Natürlich vieles aus der Feder von Belladonna.

Nach vielem hin und her in der Besetzung wirken die New Yorker extrem gut aufeinander abgestimmt. Die Chemie passt und sie scheinen in bester Tour-Laune zu sein. Die Drums klingen dynamisch, der Bass solide und die Gitarre sowohl stark in den melodischen Parts, als auch exakt in den raschen Thrash-Riffs. Die Produktion ist knackig, direkt und organisch und man fühlt sich mit den fünf Jungs von der amerikanischen Ostküste.

Die Trackliste erinnert stark an die vier Jahre alte „Chile On Hell“. Wenn man ganz vernünftig sein möchte, würde „Kings Among Scotland“ einem also erstmal nicht viel Neues bieten. Aber wer ist als Fan schon vernünftig? Wer Joey Belladonna zugetan ist, wird mit Sicherheit zugreifen und auch keinen Fehler begehen. Immerhin enthält das neue Release drei große Darbietungen von Anthrax des letzten hochwertigen Studioalbums „For All Kings“ mit „Evil Twin“, das epische „Blood Eagle Wins“ und der melodischen Power-Ballade „Breathing Lightning“.

 

Fazit: Anthrax erschaffen sich ein neues Denkmal ihrer Live-Expertise

 

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Review: Peace - Graveyard

graveyard-peaceGraveyard sind zurück mit ihrem fünften Album. Die Schweden zeigen auf „Peace“, dass die Reunion die richtige Entscheidung war. Volle Bärte und lange Haare sind zwar kein Garant für harten Rock, aber bei den Jungs greift das Klischee. Joakim Nilsson haut einem seine verrauchte Stimme um die Ohren, wie wir es von ihm gewohnt sind. Und das Album ist sogar auf farbigem Vinyl erhältlich – da schlägt mir das Herz schon höher. Wer sich schon mal mit Motörhead und Iron Maiden die Bühne geteilt hat sollte es auch besser Faustdick hinter den Ohren haben. Die Schweden nehmen sich für ihre Produktion viel Zeit für Kreativität und das Abstimmen untereinander – mit Erfolg.

Mit „It Ain’t Over Yet“ liefert die Platte einen starken, dynamischen Einstieg. Und das war erst der Anfang des Albums. Kann es da noch viel besser werden? Mit dem zweiten Track „Cold Love“ wippt wohl auch der kritischste Hörer spätestens mit dem Kopf mit. Starkes Gitarrenintro mit der Gibson ES-330 gepaart mit Nilssons kernigen Vocals. Eine kleine Verschnaufpause gibt es dann bei „See The Day“ und „Bird Of Paradise“. Hier kommt Truls Mörck, der Bassist zu Wort. Zugegeben: gegen das massive Stimmvolumen von Joakim Nilsson kommt er nicht wirklich an.

Doch nach jedem kleinen Päuschen wird wieder gerockt was das Zeug hält, wie auch in „Please Don’t“ wo selbst mir die oftmaligen Vergleiche mit Led Zeppelin oder Black Sabbath in den Kopf steigen. Wenn sich dann noch die Orgel in die Harmonien verirrt, bin ich vollkommen in den 70ern gefangen.

Der Track „A Sign Of Peace“ kommt mit so viel Druck daher, dass man am Ende alles andere als Frieden empfindet. Doch mit dem letzten Part auf „Peace“ lässt Graveyard mit „Low (I Wouldn’t Mind)“ keinesfalls einen trostlosen Friedhof (engl. Graveyard) zurück. Die Platte ist vielseitig, lebendig und trotz einiger bekannter Züge nicht nur ein Mix aus dem, was das Ohr schon kennt. Beim Album bleiben sie wieder ihrer 40-Minuten Kassettenlänge treu und hinterlassen am Ende die Hoffnung, dass das nächste Album bitte nicht so lange auf sich warten lässt.

 

Fazit: Graveyard sind vom Friedhof zurückgekehrt und lebendiger denn je

 

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Review: Farmer’s Almanac - Brother Dege

51g5k4lc7mL. SS500Für alle Großstadt-Cowboys gibt es gute Neuigkeiten: Brother Dege kommt im April nach Deutschland und hat sein zehntes Album, Farmer’s Almanac,  der Satteltasche. Wem Brother Dege nichts sagt, der sei schnell eines Besseren belehrt. Mit „Too old to die young“ verpasste Dege Quentin Tarantinos „Django unchained“ den perfekten Südstaatenflair.

Das neue Album lässt die Fans auch nicht im Regen stehen und liefert den bekannten Delta Blues Sound. Der aus Louisiana stammende Dege Legg liefert sich auf seiner neuen Scheibe gekonnte Duette mit seiner Resonatorgitarre. Auch seine charakteristische rauchige Stimme gestützt vom Dobro-Slide-Riffling kommt nicht zu kurz.

Erneut kann man sich Leggs Platte wunderbar als Soundtrack vorstellen. Es erzählt eine Geschichte: Von der instrumentalen Ouvertüre „Partial to the Bitters" bis zum Epilog von „Partial to the Bitters, Pt. II". Der allgegenwärtige Rhythmus, der das Bein zum mitstampfen animiert, zieht sich durch das gesamte Album. Von langsameren Songs wie „No man to slave“ bis hin zu anziehendem Tempo wie bei „Bastards Blues“ gibt Dege den klaren Takt an. Überraschungsmomente hat er in seiner Platte auch versteckt: In „The moon & the scarecrow“ wird man nicht ein, sondern gleich zweimal in die Irre geführt. Nein das Lied ist nicht zu Ende, es geht wirklich acht Minuten. Inhaltlich arbeitet Brother Dege mit Depressionen, Realitätsflucht und Kleinstadt-Dramen. Einfach und authentisch abgemischt könnte die Platte auch aus früheren Zeiten stammen.

Für eine Hand voll Dollar erwartet euch ein Album mit elf Tracks von Psyouthern Records. Also rauf an die Landstraße, Farmer’s Alamanac aufgedreht und beim mitstampfen das Schalten nicht vergessen.

 

„Fazit: Ein Muss für die Delta Blues-Musiksammlung.“

 

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AUTONOMICS: Tickets plus CD zu gewinnen

Autonomics Pic1 low res preview„So viel Schwung, Krach und gute Laune!“ Das schreibt die Vision über den Portland-Vierer Autonomics und tatsächlich macht die Band um Sänger und Gitrarrist Dan Pattenburg ziemlich vieles richtig auf ihrer neuen Single "She's into death" (alleine das Cover ist Weltklasse / siehe unten). Die Mid-Tempo-Garage-Rocknummer ist eine augenzwinkernde Liebesballade über jemanden, der seinen Schwarm kennenlernen  möchte, obwohl beide aus verschiedenen Welten stammen. Ob sie eine Gemeinsamkeit finden werden? Hört einfach selber rein. Oder noch besser: Schaut Euch Dan Pantenburg, Evan Leikam, Devin Brown und Jesse Suihkonen alias Autonomics live an. Europa steht nämlich auf dem Tourplan. 

 

2.5. B72 | WIEN (AT)

3.5. TAM TAM | GRAZ (AT)

4.5. SPIELBODEN | DORNBIRN (AT)

5.5. FÜMREIF | ST.GEORGEN (AT)

6.5. BÖLLERBAUER | HAAG (AT)

7.5. ROXY | PRAG (CZ)

8.5. CAFE WAGNER | JENA (DE)

9.5. SO36 | BERLIN (DE)

10.5. LUX | HANNOVER (DE)

11.5. MOLOTOW | HAMBURG (DE)

12.5. BOLLEKE | DUISBURG (DE)

14.5. MONOMONTAG | WINTERTHUR (CH)

15.5. ROTE FABRIK | ZÜRICH (CH)

16.5. PARTERRE | BASEL (CH)

17.5. NORDPORTAL | BADEN (CH)

18.5. HARDROCK CAFE | INNSBRUCK (AT)

19.5. RÖDA | STEYR (AT)

 

 

Der RocknRoll-Reporter verlost 2x2 Tickets für das Konzert in Duisburg im Bolleke. Dazu bekommt jeder Gewinner zu dem Extraticket für seine Begleitung die aktuelle CD der Autonomics.

 

Wer gewinnen will, wird bis zum 4. Mai 2018, Fan unserer Facebook-Seite und schickt uns eine Facebook-Message mit dem Stichwort "AutonomicsimBolleke" oder (wenn er schon Fan ist) schreibt eine Email mit der Betreffzeile "AutonimicsimBolleke" an unsere Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !

 

Hinweis: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Wir benötigen Eure komplette Adresse und, ganz wichtig, ein bis zwei nette Sätze, warum Ihr den Preis gewinnen wollt. Dieser Zusatz ist Bedingung für die Teilnahme. Mehrfach-Einsendungen und Einsendungen von Gewinnspiel-Robotern werden sofort ausgeschlossen. Unter allen richtigen Einsendungen werden die Preise ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Autonomics   Portland Rock Band   About the Band 2018-04-23 14-58-25

Review: Ayreon: Ayreon Universe - Best Of Ayreon Live

ayreon-ayreonuniversebestofEs war vielleicht DAS Liveevent 2017: Der niederländische Multiinstrumentalist Arjen Lucassen hat an gleich drei Tagen im Tilburger Poppodium sein Ayreon-Projekt auf die Bühne gezaubert. Die Bekanntgabe der ersten Show damals hatte zur Folge, dass der Andrang derart riesig war, dass zwei weitere Gigs in Tilburg nachgeschoben wurde. Wer dabei war, erlebte einen faszinierenden, fast dreistündigen Abend, an dem Arjen gleich 16 unterschiedliche Stimmen, die in den letzten 20 Jahren unter dem Ayreon-Dach auf CD gesungen haben, präsentierte. Der Meister selber -Bühnenscheu wie eh und je - ließ die exzellenten Musiker machen und kam lediglich gegen Ende der Show für einige warme Worte (inklusive tränenerstickten Danksagungen) und einige Gitarrenriffs on Stage. 

Die Konservenaufnahme dieser drei Abende liegt nun in Bild und Ton vor und macht doch einigermaßen Eindruck.

Gefilmt mit 30 Kameras hilft die Blu-Ray über den Schmerz, diese Shows verpasst zu haben, einigermaßen hinweg. Ton und Bild sind erstklassig (das gleiche gilt für die CDs) und die musikalische Qualität ist atemberaubend.

Wer da alles auf der Bühne stand, der helle Wahnsinn: Floor Jansen (Nightwish), Russell Allen (Symphony X), Damian Wilson (Threshold), Hansi Kursch (Blind Guardian), Tommy Karevik (Kamelot), Marco Hietala (Nightwish), Jonas Renkse (Katatonia), Mike Mills (Toehider), Anneke van Giersbergen (The Gentle Storm), Marcela Bovio (Stream of Passion), Irene Jansen, Robert Soeterboek (Star One), Edward Reekers (Kayak), Jay van Feggelen, Magali Luyten (Nightmare) und Lisette Marije (Scarlet Stories) - das ist die Liste der Vokalisten auf CD/Blu-Ray. Unterstützt wurden sie von einer ausgezeichneten Band, bestehend aus Ed Warby (drums), Johan van Stratum (bass), Marcel Coenen (lead guitar), Ferry Duijsens (guitar), Joost van den Broek (keyboards), Ben Mathot (violin), Jeroen Goossens (flutes, woodwinds) und Maaike Peterse (cello).

Im Repertoire findet sich ein buntes Potpourri aus allen Ayreon-Episoden. Auch da gibt es nicht viel zu meckern, wenngleich ich persönlich etwas mehr von "Human Equation" gehört hätte (hier ist lediglich "Love" vertreten). Aber man kann nicht alles haben.

Diese CD und auch die Blu-Ray ist ein klarer Volltreffer.

 

Fazit: Tolles Dokument eines noch viel tolleren Konzerterlebnisses

 

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Tracklist:
1 Prologue
2 Dreamtime
3 Abbey Of Synn
4 River Of Time
5 The Blackboard
6 The Theory Of Everything
7 Merlin's Will
8 Waking Dreams
9 Dawn Of A Million Souls
10 Valley Of The Queens
11 Ride The Comet
12 Star Of Sirrah
13 Comatose
14 Loser
15 And The Druids Turned To Stone
16 The Two Gates
17 Into The Black Hole
18 Actual Fantasy
19 Computer Eyes
20 Magnetism
21 Age Of Shadows
22 Intergalactic Space Crusaders
23 Collision
24 Everybody Dies
25 The Castle Hall
26 Amazing Flight in Space
27 Day Eleven: Love
28 The Eye Of Ra

Doro: "Ich mag Musik zum Anfassen"

Doro0880-BearbeitetMetal-Queen Doro Pesch stellt in diesen Tagen ihr erstes rein deutsches Album „Für Immer" vor. Das Album erscheint auf ihrem frisch gegründeten eigenen Label „Rare Diamonds". "Ich habe ja immer schon deutsche Songs auf meinen Alben gehabt, da lag die Idee nahe, einmal eine ganze CD mit diesen Songs und einigen Bonustracks zu veröffentlichen", sagt Doro im Gespräch mit dem Lokalkompass.

„Für Immer" enthält - neben Doros größten deutschen Hits - Neuerscheinungen wie die erste Single-Auskopplung „Helden" (Cover-Version von David Bowies "Heroes"), die am Freitag anlässlich der Plattenladen-Woche als 7-Inch Picture Vinyl erscheint. "Ich bin da immer noch vom alten Schlag, ich mag Musik, die man anfassen kann", sagt sie mit Verweis auf die Picture-Disc. In vielen Ländern gebe es ja kaum noch Plattenläden, alles sei nur noch per Download erhältlich. Ob sie sich an ihre erste gekaufte Picture-Disc erinnern können? "Das war wahrscheinlich eine unserer eigenen", lacht Doro und meint "You hurt my soul" von Warlock aus dem Jahr 1985. Nun kommt also "Helden" als Picture-Disc heraus, irgendwie schließt sich da ja ein Kreis.
Mit Lemmy wieder "In Tune"

Aber "Helden'"? Da war doch was? Genau. Zum Wacken Open Air in diesem Jahr wurde auch eine (englischsprachige) Version des selben Songs von Motörhead (posthum) veröffentlicht Zufall? "Ja, totaler Zufall", sagt die 53-Jährige. "Wir hatten unsere Version schon im Körbchen, da habe ich erst Lemmys Version gehört." Geärgert hat sich die jahrelange Weggefährtin Lemmys darüber natürlich nicht "Super, habe ich gedacht, dann ist man wenigstens wieder in Tune." "Heroes" sei einer ihrer absoluten AII-Times-Favorites, der Song klinge aber auch auf deutsch richtig gut (in der Tat gibt es auch eine deutsche Version von David Bowie selber) Doro hat auch einige Berührungspunkte mit der im Januar 2016 verstorbenen Legende. "David Bowie und ich sind uns in den 90er Jahren ziemlich regelmäßig im berühmten New Yorker SIR-Studio begegnet, da wir beide dort oft geprobt oder Songs aufgenommen haben. Der Song und das Video dazu ist allen meinen persönlichen Helden wie Bowie, Marc Bolan, Ronnie James Dio oder Lemmy Kilmister gewidmet, die leider alle viel zu früh in den Rock´n´Roll Himmel aufgestiegen sind.“ In Kürze startet eine neue Tour, unter anderem steht Doro mit ihrer Band beim Ruhrpott Metal Meeting der Oberhausener Turbinenhalle am 9. Dezember auf der Bühne. Auf der Tour wird es natürlich alle Hits we "All we are" geben, aber Doro will jeden Abend eine leicht veränderte Setlist bringen, die Fans über den Zugabenteil abstimmen lassen. "Wir werden gut vorbereitet sein und eine Menge Songs im Repertoire haben", sagt die Metal-Sängerin.
Zum Abschluss gibt sie noch einen Ausblick aufs kommende Jahr: "Da wird es eine Platte mit ganz neun Songs geben, die dann auch wieder bei meiner regulären Plattenfirma Nuclear Blast erscheinen wird. Ihr eigenes Label sei vornehmlich für spezielle Veröffentlichungen vorgesehen.

"Ich war sprachlos" - Interview mit Frank Turner

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Frank Turner ist ein umtriebiger Typ. Heute London, morgen Texas, dazwischen ein eigenes Festival in Camden. Eine Best of-CD kommt in Kürze raus, ein neuer Song ist bereits veröffentlicht. Trotzdem hat der 35-Jährige sich die Zeit genommen, mit dem ROCKNROLL REPORTER zu quatschen.

 

Frank, lass uns zuerst über Tattoos sprechen: Ich habe in letzter Zeit viele Frank Turner-Fan-Tattoos gesehen. Einige gut, einige wirklich schlecht. Wie fühlst du dich dabei, wenn jemand deine Worte auf der Haut trägt?

 

Frank Turner: Als das anfing, war ich ziemlich sprachlos und fand es etwas unbehaglich. Nach einer Weile überlegte ich es mir und dachte, dass ich selbst eine Menge Band- / Musik-Tinte trage, daher kann ich den Impuls sicher verstehen. Ich sehe mich nicht in der gleichen Liga wie die Leute, die ich auf meine Haut geritzt habe. Ich denke, es ist einfach ein wundervolles Kompliment.


Bereust du irgendwelche deiner Tätowierungen? Wenn ja, welche?


Nein. Ich denke, dass das das Bereuen von Tattoos Zeitverschwendung ist, es an der Idee vorbeigeht. Sie (Tattoos) markieren eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort im Leben.


Und welches Tattoo ist dein Favorit und warum?


Es ist schwer, nur das eine auszuwählen. Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich die 13, die ich an meinem Finger habe. Das wurde am Freitag, 13. April 2012 von meinem guten Freund Matt Hunt gemacht, nachdem ich in der Wembley Arena gespielt hatte. Es ist eine traditionelle Tätowierung. Dazu hat es eine Kerbe in der Tinte von einer Mongol Horde-Bühnenverletzung, was eigentlich eigentlich ziemlich cool ist.


Das viertägige Lost Evenings-Festival in London war in diesem Jahr ein voller Erfolg und wird 2018 wieder aufgelegt. Kannst du uns etwas über die Idee erzählen, die hinter dem Festival steckt?


Ich wollte mein eigenes Festival haben, aber auch nichts kopieren - so etwas wie die "Beautiful Days" oder die Flogging Molly-Kreuzfahrt beispielsweise. Das Roundhouse in Camden ist ein wunderschöner, historischer Veranstaltungsort, und alles ist am Ende besser geworden, als man es erwarten konnte. Also machen wir es wieder! Offensichtlich wird auf eine Art dabei das gefeiert, was ich halt so tue, aber ich möchte auch, dass man es als einen Weg sieht, viele großartige Bands auf die Bühne zu bringen. Dazu gibt es viele Panels und Diskussionsbeiträge, was sehr wichtig ist.


Du veröffentlichst in Kürze eine Best of-CD mit überarbeiteten Songs und einem ganz neuen Track. Wann können wir eine "normale" neue CD erwarten?


Wenn sie fertig ist. Im Frühjahr hoffentlich. Ich bin nächste Woche wieder im Studio in Texas, um die Aufnahmen zu beenden.


Wirkt sich der Zustand der Welt mit Gestalten wie Trump auf deine Songtexte aus?


Der Zustand der Welt hat mich als Songwriter bei dem neuen Material definitiv in einer Art beeinflusst, wie es länger nicht der Fall gewesen ist. Ich bin mir nicht sicher, ob es so direkt wirkt, als schriebe ich über bestimmte politische Ereignisse und Probleme, aber die Platte ist dieses Mal deutlich mehr nach außen gerichtet. Das ist eine hübsche Veränderung. Du wirst sehen, was ich meine, wenn sie herauskommt.

 

Zum Abschluss: Was war deine bisherige Lieblingsplatte in diesem Jahr?

 

"Normal" von Homeless Gospel Choir.

 

Frank, wir danken für das Gespräch.

 

 

Zur Person:

 

Frank Turner wurde  am 28. Dezember 1981 in Muharraq, Bahrain, geboren, ist in Winchester, England, aufgewachsen. 2001 stieß er als Sänger zur Punkband Million Dead, mit der er zwei Studioalben und mehrere Singles/EPs veröffentlichte. Seit dem Ende der Band im Jahr 2005 ist Turner solo als Singer-Songwriter unterwegs. Am 27. Juli 2012 trat er mit seiner Band bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 im Olympiastadion London vor 80.000 Zuschauern und einem weltweiten TV-Publikum auf. Ein Nebenprojekt von Frank Turner nennt sich "Möngöl Hörde" - eine Hardcore-Punk-Band bestehend aus Matt Nasir (Gitarre) und Ben Dawson (Schlagzeug). Seit dem Erscheinen des gleichnamigen Studioalbums 2014 tritt die Formation hin und wieder live auf.

 

Review: Arrested Denial - Frei.Tal

a2337336433 16Denk ich an Hamburg in der Nacht... ist mir um den Punk in Deutschland nicht Bange. Arrested Denial kommen aus der Hansestadt und zelebrieren hübschen Punkrock mit Ska und Oi-Einlagen. Seit 2009 drischt die Band schon in die Saiten und hat nun mit "Frei.Tal" ihr bereits drittes Album eingezimmert. Kurz vor Veröffentlichung der neuen Platte waren Arrested Denial im Juni 2017 auf zweiwöchiger Tour in China unterwegs. Unter anderem spielten die Hamburger in Peking, Shanghai und Hongkong. 

Nach englischsprachigen ersten Scheiben wird nun komplett - nein nicht chinesisch - deutsch gesungen. Geboten wird melodischer Punkrock mit oftmals sehr eingängigen Refrains ("Ich hab beschlossen Euch zu hassen"), der den einmal angebrachten Vergleich von Sammy Amara (Broilers) mit Rancid nicht immer untermauert. Arrested Denial gehen meist doch deutlich ruppiger an die Sache ran. Dazu statten sie ihre Songs mit textlich erfreulich klaren Botschaften aus ("Nationalisten aller Länder" mit Ulf von Rantanplan). Freunde der Broilers und Rancid finden hier dennoch ein räudigeres Beiprogramm zur ihren Lieblingsbands, müssen dafür hinnehmen, dass der Gesang nicht immer unfallfrei und deutlich rauher daherkommt ("Heimathafen"). Stilistisch wildern die Hamburger in einigen Gefilden ohne sich aber an Trends anzubiedern. Das Songwriting kann über weite Strecken gefallen, balladeskere Nummern wie "Bis hier, bis heute" sind aber nicht Arrested Denials großes Ding. 

Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges Album, das - sehr frei nach Frank Zappe - beweist: Punk is not dead - it only smells funny. *

 

Rein hören kann man HIER! Wem's gefällt, kauft es aber auch bitte!

 

Fazit: Kurzweilig und über weite Strecken überzeugendes Punkrockalbum

 

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Review: The Source / Ayreon

ayreon-the-source-180062Das ist mal eine Oper: Arjen Lucassens Projekt Ayreon kann mit dem neuem Album “The Source“ alte und neue Progfans auf ganzer Linie zu überzeugen. Das war nicht immer so: Zwar hat das musikalische Genie aus dem Nachbarland Holland schon so einige sensationelle Alben abgeliefert (vor allem "The Human Equation" von 2004 ragt hier heraus), doch in den letzten Jahren wurde es zunehmend "verkopft". Das ist für Prog-Fans per se kein Hindernis, doch Werke wie "The Theory of Everything" und vor allem  "01011001" konnten zwar viele gute Kritiken einheimsen, konnten aber nicht in Gänze begeistern. Das ändert sich nun wieder. Für Ayreon- typisch hat Lucassen mit James LaBrie (Dream Theater), Simone Simons (Epica), Floor Jansen (Nightwish), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Tobias Sammet (Edguy, Avantasia), Paul Gilbert (Mr. Big) oder Russell Allen (Symphony X) das "Who is Who" der Metal-Szene aufgetischt, um wieder ins Genre Science-Fiction zurückzureisen. "The Source" ist quasi das Prequel zu "01011001" und erzählt von den Ursprüngen der Alien-Rasse "Forever" und beschreibt den Kampf der Menschen auf dem Planeten Alpha und die Flucht auf den Planeten Y. Wie üblich bei Ayreon porträtieren die vielen verschiedenen Sänger die handelnden Personen der Geschichte. Musikalisch ist der Mix der höchst variablen Sängergilde ein wahrer Genuss. Zwischen Metal, Classic-Rock, Folk und Pop wird hier agiert, was die Songstrukturen aufregend, aber dennoch nicht zu komplex macht. Im Gegenteil: So viele schöne Melodien wie auf "The Source" hat Arjen lange nicht mehr gezaubert. Das kulminiert in manchmal zu süßlichen Refrains ("Condemned to live").

Da es aber die Mischung macht, bietet "The Source" einfach alles: Harte Riffs, große Melodien, wahnwitzige Gitarrenarbeit und verpackt das Ganze in eine stimmige Story. Das ist wohl das am stärksten Gitarren orientierte Ayreon-Album aller Zeiten. Richtig stark sind natürlich die Gesangsleistungen. Kürschs charakteristischer Gesang dringt manchmal zu aufdringlich durch die Boxen (und verlässt den Blind Guardian-Pfad viel zu wenig), doch auch hier ist der Kontrast zwischen den Stimmen (die fast immer aufeinandertreffen) der Clou und lassen "The Source" unverkennbar nach der Arbeit eines Arjen Lucassen klingen. Wenn Sammet stimmlich auf den überragenden Russell Allen trifft, ist das schon eine kuriose und spannende Sache. Klingt die ganze Sache dann ab und zu auch noch nach Queen (oder Devin Townsend), ist garantiert Mike Mills (Toehider) als Betriebssystem TH 1 am Werk. Fantastisch. 

Nervig: Viel zu viele der Songs sind vorab veröffentlicht worden (etwa als erster Track "The Day That The World Breaks Down" mit rund 13 Minuten und allen Sängern an Bord). Gerade bei einem Konzeptalbum ist das armselig, auch, wenn es vielleicht zeitgemäß erscheint. Aus diesem Grund verbieten sich eigentlich auch Anspieltipps. Eigentlich... Wer die ganze Komplexität der Scheibe verstehen will, sollte in "The Day That The World Breaks Down" (bitte auf den grandiosen Russel Allen ab Minute 9 achten) hineinhören, wer einfach einen geilen Einzeltrack hören will, probiert sich an "Run Apocalypse run". 

 

Fazit: Wer kann, der kann: Arjen Lucassen katapultiert den Hörer ins All

 

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Review: Die For Rock N' Roll / Double Crush Syndrome

0e9b9d7bb1-DCS AlbumcoverFür diesen RocknRoll möchte man sterben: Andy Brings (Ex-Sodom, Ex-Traceelords) und sein Double Crush Syndrome (mit dabei: Slick Prolidol - bass, vocals und Julian Fischer - drums) knickern mit einer großen Plattenfirma (Nuclear Blast) im Rücken ihre größten Hits neu ein und packen dazu noch ein wenig mehr in die Bonbontüte des Rock.

Fans des Eyelinerrocks kennen natürlich schon das Gros der Songs vom selbst produzierten "The You Filter" (REVIEW). Das gute Stücke räumte damals 5 von 6 Gitarren bei uns im Test ab und nun knallt das neue Double Crush Syndrome gleich 14 Tracks auf das Labeldebüt.

Was damals gut war, bleibt gut. Oder ist sogar noch besser: Wer nach dem Refrain von "Die for Rock 'n' Roll" keinen Ohrwurm als Haustier sein Eigen nennt, hat die Rockmusik nie geliebt.

Zu den bekannten Tracks gibt es neue Perlen wie "Slow Suicide", "I wanna be your monkey" oder das geniale "Can't You Be Like Everyone Else". Andy und seine Spießgesellen musizieren dabei in der bekannten Brings-Schnittmenge zwischen den Ramones, Kiss und ziemlich männliche Runaways. Wahrhaft großes Kino und eine absolute Partygranate wird hier feil geboten, weshalb ich noch einmal einen halben Punkt zu "The You Filter" drauf packe. Die Rohheit ist in der Produktion leider ein wenig verloren gegangen, aber das ist wirklich nur Jammern auf höchstem Niveau. Well done...

 

Fazit: Starkes Labeldebüt

 

5-5von6

Review: The Madness / Art of Anarchy

art of anarchy the madness 01 6d25cd726eEs gibt so CDs, die regen einen dermaßen auf... "The Madness" von Art of Anarchy is so eine Scheibe. Die Band, die ihr (gutes) Debüt noch mit dem mittlerweile verstorbenen Scott Weiland in die Läden beamte, hat sich mit einem neuen, ebenfalls hochkarätigen und sehr guten Sänger an den Nachfolger gemacht. Creed-Röhre Scott Stapp (Foto unten) ergänzt nun das Team um die Votta-Brüder Jon und Vince sowie John Moyer und Ausnahmegitarrist Ron "Bumblefoot" Thal  (von 2006 bis 2014 bei Axls Version von Gun 'n' Roses am Start). Das Personal klingt nach einer runden Sache, das Ergebnis ist erschütternd belanglos.

Das musikalische Handwerk auf "The Madness" ist absolut top, erste Sahne auch Scotts Gesang und der Sound... ist ebenfalls ziemlich gut. Eine fette Produktion, der genau eine Sache fehlt: Songs! "The Madness" ist vielleicht die überflüssigste Materialverschwendung des Jahres 2017. Nichts, aber auch rein gar nichts bringt einen in die Versuchung diese CD mehrfach anzuhören. Langweiliger Amirock, der bei der Veröffentlichungsflut, die jede Woche über den geneigten Rockfan einbricht, keine Chance auf einen Recall hat. Erwartungsgemäß bedient der Wechsel am Mikro auch die Creed-Fans, die aber in Sachen Songwriting bereits spannendere Zeiten erlebt haben.

Nicht ganz unproblematisch: Während Weilands Vocals immer den Hauch des Wahnsinns verströmten, singt Stapp lieblicher (sehr gut natürlich, keine Frage) und somit verhalten sich die beiden wie Joker zu Batman. Batsy ist ein grundsolider netter Typ, wirklich aufregend ist aber sein Kontrahent. 

Innovativ ist hier wenig: Songs wie "1000 Degrees", die sehr an Creed erinnerende Ballade "No surrender" oder "A light of me" plätschern durch die Lautsprecher, sind perfekte Modern-Metal-Fahrstuhlmusik. Nur einmal schaffen es "Art of Anarchy" den Hörer aus der Stasis zu befreien. "Dancing with the devil" ist ein tolles Brett mit einer Hookline, die man sich gerne noch einmal anhört. Das war's dann aber schon. Mehr Durchschnitt habe ich lange nicht mehr gehört.

 

Fazit: Verschwendete Lebenszeit - Top-Musiker kochen belanglosen Einheitsbrei

 

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Die "The Madness"-Tracklist:

01. Echo Of A Scream
02. 1,000 Degrees
03. No Surrender
04. The Madness
05. Won't Let You Down
06. Changed Man
07. A Light In Me
08. Somber
09. Dancing With The Devil
10. Afterburn

 

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Review: Faith / Yasi Hofer

yasi-coverYasmin „Yasi“ Hofers Karriere ist eng verknüpft mit Gitarren-Großmeister Steve Vai. Der beeindruckte sie in jungen Jahren so sehr, dass sie die Violine in die Ecke warf und sich fortan daran tat, wie eine Besessene die E-Gitarren zu bändigen. Später konnte sie beim Flitzefingergott live auf der Bühne mitspielen, bevor er sie nun mit dem Track "Cosmic Stars" auf der aktuellen Compilation-CD seines Favoured Nations-Label ("She rocks Vol.1") verewigte.

Kein Wunder also, dass bei Yasi Hofers zweiter CD "Faith" die spielerischen Referenzen an Steve Vai fast immer durchscheinen. Wäre das alles, könnte man Yasis Werk schnell abtun, doch die Ulmerin schafft es, stilistische Sprünge zu machen, pendelt zwischen Instrumentalrock und bluesigen Gefilden munter hin und her. Beides klappt dabei hervorragend. Dies liegt natürlich an der technischen Brillanz der 24-Jährigen, die einen sahnig-tollen eigenen Gitarrenton pflegt, aber auch daran, dass ihr Gesang sich dahinter nicht verstecken muss.

Während Songs wie "Cosmic Stars" oder "Tender Storm" die Vai-Fangemeinde bestens bedienen dürfte, können auch Bluesrock-Freaks mit Tracks wie "Feeling Zany" (mit tollen Stevie Ray Vaugn-artigen Solo) oder dem schweren modernen Südstaatenblues von "Crossfire" etwas anfangen. Yasis Kernkompetenz bleiben aber weiter instrumentale Parforceritte durch die Welt der schnellen Noten. Vai und Satriani lassen schön grüßen. Nicht alle Songs zünden gleichermaßen. Der Titeltrack kriecht beispielsweise zu langsam aus seinem Schneckenhaus (explodiert dann am Ende aber immerhin), und insgesamt hat man den Eindruck, dass diese zweite CD noch nicht Yasis Meisterwerk sein wird, auch, wenn es wahrlich nicht viel zu meckern gibt. Da steckt noch mehr drin und man kann sich überaus auf mehr Musik von Yasi Hofer freuen.

 

Fazit: Starke zweite CD von Yasi - nicht nur für Fans von Steve Vai und Co

 

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Lest unser Yasi-Interview zur neuen CD HIER!

Review: Hardwired...to self-destruct / Metallica

metallica-hardwired-to-self-destructEs gibt kaum eine Metalband, die in der Form der letzten 20 Jahre mehr polarisiert hat als Metallica. Während sich die Metalwelt nahezu einig ist, dass trotz der technischen Schwächen der Band die ersten drei Alben Göttergaben des Thrash sind, herrscht über fast alles, was danach kommt, große Uneinigkeit. Mit Alben wie St. Anger (Sound) und Lulu (Songs) wurden Metallica gar zur Lachnummer, bevor "Death Magnetic" zumindest einigermaßen zufriedenstellen konnte. Die Taktik von "Hardwired...to self destruct" war in Sachen Marketing genial: Einen Tag vor Veröffentlichung gab es alle Songs mit offiziellen Videos zu bestaunen und der Hype wurde immer größer. 

Und in der Tat haben Hetfield und Co dieses Mal deutlich mehr vorzuweisen, was ihrem Status entspricht: Die Scheibe ballert mit "Hardwired", "Atlas Rise" (hoffentlich rufen Iron Maiden nicht an und wollen die geliehenen Licks zurück), "Now that we're dead" und "Moth to the flame" absolut amtlich los. Erste Schwächen hingegen finden sich hier schon: Zu oft werden zugegeben gute Riffs bis zum Erbrechen wiederholt. Das zieht sich durch das ganze Album. Nach diesen Songs wird es lahm und Metallica verlieren sich im Midtempo. Wer die neue Testament kennt, weiß, wie Thrash zu klingen hat. Jedenfalls nicht so wie "Dream no more" oder dem absoluten Stinker "Confusion".

"ManUnkind" nimmt dann wieder mehr Fahrt aus, aber "Here comes Revenge", "Am I savage?" und der wirklich schlechte Motorhead-Tribut "Muder One" sind Stangenware, langweilig und austauschbar. Immerhin: Mit "Spit out the Bone" kommt ein Mega-Song, der dem Begriff Thrashmetal alle Ehre macht.

Das Problem bei Bands dieser Dimension ist immer wieder das fehlende Regulativ in Form eines mündigen Produzenten: der hätte nämlich einige der Songs vom Album geschmissen, die Wiederholungen innerhalb anderer Songs verkürzt und es wäre eine triumphale Rückkehr mit bockstarken Songs wie "Bone", "Atlas" oder "Moth" geworden. So dümpelt das Midtempo zu oft rum. Schade. 

 

Fazit: Ordentlich bis gut mit zu viel Midtempo-Gedümpel und ätzenden Schlagzeugsound

 

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Review: Purple Rising - Made in Purple

cover 1Purple Rising sind eine Coverband, die die Musik von Deep Purple auf Original-Instrumenten, ganz im Stil der Seventies präsentieren. Dafür werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Die Hammonorgel ist von 1955, die Leslies von 1964!

Die Idee zur Gründung einer Deep-Purple-Tribute-Band hatten Stefan Deißler, Thomas Hasenau und Christian Saal bereits 1996 in Frankfurt. 

Mit "Made in Purple" liegt nun eine Live-CD vor, die in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg mitgeschnitten wurde. Bereits das Cover macht Lust auf Purple, ein sehr geschmackvolles Design wurde hier angewandt. Alexx Stahl (voc), Dominik Stotzem (bass), Reik Muhs (git), Andreas König (keys) und Stefan Deissler (drums) zocken sich auf "Made in Purple" durch zehn Klassiker von Blackmore und Co, beweisen dabei, dass sie den Geist der Originale bestens aufgesogen haben und spielen die Songs authentisch im Stil der Klassiker. Hardcore-Purple-Fans könnten monieren, dass Alexx Stahl einen etwas zu deutlichen Metal-Touch den Songs hinzufügt und damit zu weit weg von Gillan oder Dio (Rainbow wird mit "Temple of the King"  und "Difficult to cure" gehuldigt) ist, doch in der Tat macht Stahl einen ausgezeichneten Job.

Kracher wie "Burn", "Stormbringer" und natürlich das unverwüstliche "Smoke on the Water" werden stilvoll und filigran in die Rillen geschossen. Besonders die Bandbreite macht den Reiz der Band aus. Blackmore-Songs aus den unterschiedlichen Perioden an einem Abend zu hören ist einfach etwas Besonderes. Musikalisch ist also alles in bester Ordnung, die Band spielt tight und klingt so authentisch wie möglich, wenn man eben nicht selber Blackmore, Gillan und Co ist. Besonders beeindruckend ist natürlich Blackmores Meisterwerk "Child in time", das hier in voller Länge von knapp 15 Minuten zelebriert wird (siehe Video unten).

Was Purple Rising auf "Made in Purple" abreißen, übersteigt zudem in Gänze Blackmores Rainbow-Reunion (Fotos HIER) in diesem Jahr. Authentischer klingt der Chef nicht einmal selber. Die CD ist HIER erhältlich.

 

Fazit: Fast besser als das Original 

 

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Review: Robert Pehrsson's Humbucker - Long Way To The Light

robsAls der Schwede Robert Pehrsson nach Gastspielen bei Bands wie Runemagick, Thunder Express, Death Breath, Dundertåget, Imperial State Electric, Slingblade und Dagger 2013 seine eigene Band ins Studio schleppte, um das Debüt von Robert Pehrsson's Humbucker einzuzimmern, erschuf er eine magische musikalische Zeitreise und eines der wärmsten und bestklingendsten Alben der letzten zehn Jahre. 

Besonders beeindruckte die luftige Produktion der CD, die eine wahre Wohltat in den Ohren war. Weit weg von überproduzierten Werken vieler anderer neuer Bands, wo es nur um fetter, härter, lauter zu gehen scheint, war Robert Pehrsson's Humbucker als echter Ohrgasmus zu bezeichnen. Das alles wäre natürlich nichts ohne großartige Songs und auch hier punktete der Gitarrist auf ganzer Linie.

Kein Wunder, dass er sich gut drei Jahre Zeit ließ, um ein Nachfolgewerk einzuspielen. Mit "Long way to the light" liegt das nun vor und es hat sich wenig geändert, was in diesem Fall ein Glücksfall ist. Erneut klingt die Scheibe so herrlich analog, mehr Old-School geht gar nicht. Musikalisch beschreitet Robert zum Glück ebenfalls kein Neuland. Zwischen Thin Lizzy-Twingitarren, Ace Frehley-Solo-Reminiszenzen (etwa in "Traveling through the dark") und klassischem Ami-Rock der späten 70er und frühen 80er Jahren bewegen sich Pehrsson's Humbucker gekonnt und geschmacksicher. 

Das Album beinhaltet acht brandneue Stücke sowie eine Neubearbeitung des bereits von der Single her bekannten und sehr dem Thin Lizzy-Geist atmenden “The Hollow Of A Rising Tone”. Ein würdiger und (nur wenig schwächerer) Nachfolger für eine der tollsten Debüt-CDs seit sehr langer Zeit. Die hatte in Sachen Songwriting noch einige Glanzlichter mehr zu bieten und ist dementsprechend leicht besser zu bewerten (6 von 6 HIER).

 

Fazit: Toll klingender Classic-Rock mit starken Songs

 

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Review: Perzonal War - Inside The New Time Chaoz

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Bereits seit 20 Jahren ist die Trash-Metal-Band Perzonal War aus Troisdorf im deutschen Metal Untergrund am Werkeln. Aus diesem feierlichen Anlass hat die Band, um die Gründungsmitglieder Matthias Zimmer (Gitarre und Gesang) und Martin Buchwalter (Schlagzeug), mit „Inside The New Time Chaoz“ ein 20th-Anniversay Album vorgelegt. Die Scheibe, die insgesamt 11 Songs zählt, ist eine Mischung aus den ersten beiden Alben der Band. Fünf Lieder entstammen der ersten Platte „The Inside“. Die zweite Hälfte präsentiert sechs Tracks ihrer zweiten CD „Newtimechaoz“, das im Jahr 2000 erschien. Beide Alben sind schon lange ausverkauft, so entschloss sich das Quartett die beiden Scheiben im aktuellen Line-Up erneut aufleben zu lassen. Die alten Songs wurden neu aufgenommen, anders arrangiert und teils geändert. Das Wesen der Original-Stücke bleibt dabei erhalten. Fans der ersten Stunde wird es freuen, dass die ehemaligen Bandmitglieder Frank Buchwalter, Sascha Kerschens und Sven Krautkrämer ebenfalls mit von der Partie sind. Wie schon beim Original, weiß man beim ersten Song, woran man ist. „The Inside“ offenbart Trash-Metal vom Feinsten, gepaart mit melodischem Gesang. Weiter geht es mit D.O.P. Ähnlichkeiten zu Metallica können hier nicht geleugnet werden. Die Gitarrensoli des dritten Tracks, „Good & Evil“, bleiben besonders in Erinnerung, bevor es mit „Hornet“ weiter geht. Das Musikstück ballert anfangs ganz ordentlich, besticht aber auch mit langsameren Zügen. „Putrefaction Of Mind“ ist ein genialer Midtempo der ebenfalls mit schnelleren und ruhigen Passgen, vor allem aber mit einem tollen Refrain glänzt. Beim ersten Song des jüngeren Albums „Newtimebitch“ erinnert der Gesang abermals an Metallicas James Hetfield. Die wiederholenden Parallelen zu Metallica sind keineswegs schlecht, nerven aber an manchen Stellen etwas arg. Das Songwriting ist klassisch, doch nicht langweilig. Mit „Area Black“ folgt eine recht düstere Nummer, die jedoch die Vielfalt der Band hörbar macht. Spätestens bei „Mother Darkness“ ist die Stimmung aber wieder oben auf. 

 

 

Fazit: Gelungenes Revival der alten Songs

 

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