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Samstag September 22, 2018
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Review: Farmer’s Almanac - Brother Dege

51g5k4lc7mL. SS500Für alle Großstadt-Cowboys gibt es gute Neuigkeiten: Brother Dege kommt im April nach Deutschland und hat sein zehntes Album, Farmer’s Almanac,  der Satteltasche. Wem Brother Dege nichts sagt, der sei schnell eines Besseren belehrt. Mit „Too old to die young“ verpasste Dege Quentin Tarantinos „Django unchained“ den perfekten Südstaatenflair.

Das neue Album lässt die Fans auch nicht im Regen stehen und liefert den bekannten Delta Blues Sound. Der aus Louisiana stammende Dege Legg liefert sich auf seiner neuen Scheibe gekonnte Duette mit seiner Resonatorgitarre. Auch seine charakteristische rauchige Stimme gestützt vom Dobro-Slide-Riffling kommt nicht zu kurz.

Erneut kann man sich Leggs Platte wunderbar als Soundtrack vorstellen. Es erzählt eine Geschichte: Von der instrumentalen Ouvertüre „Partial to the Bitters" bis zum Epilog von „Partial to the Bitters, Pt. II". Der allgegenwärtige Rhythmus, der das Bein zum mitstampfen animiert, zieht sich durch das gesamte Album. Von langsameren Songs wie „No man to slave“ bis hin zu anziehendem Tempo wie bei „Bastards Blues“ gibt Dege den klaren Takt an. Überraschungsmomente hat er in seiner Platte auch versteckt: In „The moon & the scarecrow“ wird man nicht ein, sondern gleich zweimal in die Irre geführt. Nein das Lied ist nicht zu Ende, es geht wirklich acht Minuten. Inhaltlich arbeitet Brother Dege mit Depressionen, Realitätsflucht und Kleinstadt-Dramen. Einfach und authentisch abgemischt könnte die Platte auch aus früheren Zeiten stammen.

Für eine Hand voll Dollar erwartet euch ein Album mit elf Tracks von Psyouthern Records. Also rauf an die Landstraße, Farmer’s Alamanac aufgedreht und beim mitstampfen das Schalten nicht vergessen.

 

„Fazit: Ein Muss für die Delta Blues-Musiksammlung.“

 

Picture

 

O Brother (Dege), Where Art Thou?

Brother Dege - photo Mike Buck 3 preview

 

 

Was Tarantino gut findet, kann nicht scheiße sein. Und so verhält es sich auch mit Brother Dege (Foto: Mike Buck). Quentin  schwärmte über den Bluesmusiker: "A baddass score sound". Und zack: Er packte "Too Old To Die Young" in "Django Unchained" und auf den mit einem Grammy nominierten Soundtrack. 

Doch Brother Dege alias Dege Legg war schon vor seinem Durchbruch kein Unbekannter. Der im Herzen von Louisiana mit Cajun, irischen und indianischen Wurzeln geborene Musiker veröffentlichte insgesamt 10 Alben und machte als Autor und Journalist von sich reden - unter anderem veröffentlichte der Independent Weekly eine Coverstory über das Engagement von Dege in der Obdachlosenhilfe und erhielt dafür den "Louisiana Press Award". 


Seinen Musikstil beschreibt Dege als "Psysouthern Blues", eine Mischung aus Blues, Indie, Psychedelic- und Southern Rock. In seinen düsteren Texten prangert der Singer-Songwriter missliche Zustände an und haucht dem Deltablues neues Leben ein.

Im April kehrt der amerikanische Singer-Songwriter mit seiner Dobro nach Deutschland zurück und nimmt uns mit auf einen verrückten Trip ins Blues-Delta.

Hier alle Tourtermine auf einen Blick:

17.04. Lux-Differdange - Aalt Stadhaus
18.04. Heiligenhaus - Der Club
19.04. Bad Homburg - KUZ Engl. Kirche
20.04. Marsberg - JBZ Marsberg
22.04. Stadtilm - Rathaussaal
24.04. Wilhelmshaven - Pumpwerk
25.04. Hamburg - Downtown Blues Club
26.04. Berlin - Kulturbrauerei (Support: Bubba-Ho-Tep)
27.04. Salzgitter - Kniestädter Kirche
28.04. Storkow (Mark) - Burg Storkow, Palas
29.04. Oelsnitz (Vogtland) - Katharinenkirche
01.05. Ingolstadt- KKB Neue Welt 20 3o
02.05. Kolbermoor - Kesselhaus
03.05. Reutlingen - Franz K 20.3o
05.05. Puchheim - PUC
06.05. Burghausen - Jazzkeller
08.05. Aschaffenburg – Colos Saal
09.05. Bad Reichenhall - Magazin 4
10.05. Biberach - Kulturhalle Abdera (mit Support)
11.05. A-Hard - Kammgarn 20 3o
14.05. Oberndorf/Neckar - Klosterkirche
15.05. Murg - Café Verkehrt 20 3o
16.05. Langenargen - Münzhof
08.06. Farsleben - Webers Hof (mit Mylestone) 19 3o
09.06. Bad Rappenau-Bonfeld - Blacksheep Festival (mit anderen)

 

Tickets gibt es HIER!