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Donnerstag Juli 19, 2018
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Review: Alien - In den Schatten

16-08-15-AUD-Alien-450x450Es sind schlichtweg die angsteinflößendsten Kreaturen der Filmgeschichte: der Schweizer Künstler H.R. Gigers erschuf die Vision der todbringenden Aliens aus den Tiefen des Alls. Diese haben vor allem im ersten Film von Regisseur Ridley Scott aus dem Jahre 1979 für Furore gesorgt. Doch auch in allen nachfolgenden Filmen ist die Faszination der gruseligen Aliens ungebrochen. Nun gibt es mit "Alien - In den Schatten" eine formidable Hörspielreihe, die das Alien-Universum weiterspinnt. Das Hörspiel fängt da an, wo "Alien" endet. Ellen Ripley, dritte Offizierin der Nostromo, ist in einer Rettungskapsel im All unterwegs und hofft auf Bergung. Geborgen wird sie, in Sicherheit aber ist sie nicht, denn Raumfrachter  "Marion" ist selbst in höchster Gefahr: Eine Fähre hat an sie angedockt, auf der Alien die Besatzung getötet haben. Und zu allem Überfluss stimmt auch etwas mit dem Bordcomputer nicht. Da steckt nämlich der im Film enthauptete Android Ash drin. Doe Hörspielreihe gibt es bei Audible für 19.95 Euro und ist absolut hochwertig produziert. Neben der deutschen Synchronstimme von Ellen Ripley und den Originalsounds aus den Alien-Archiven sind auch die Stimmen von Daniel Craig, Antonio Banderas und Melissa McCarthy zu hören. Rund vier Stunden lang wird die Alien-Saga absolut stimmig belebt und nicht nur Fans der Film finden hier tollen Sci-Fi-Grusel in Hollywood-Format.

Die Story ist von Tim Lebbons Buch "Out of the shadows" entliehen. Das Buch ist offiziell Teil der Alien-Reihe. Insofern wird man auch Querverweise zum aktuellen und absolut großartigen Playstation-Spiel "Isolation" (Review HIER) finden.

 

Fazit: Hörbuch im Hollywood-Stil

 

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Doc 'n' Roll - 17.10.14

DocnRoll-Banner

 

Taaag,

 

in dieser Woche habe ich die grandiosen Blues Pills (HIER) in der Essener Weststadthalle fotografieren dürfen. Die Band war wie immer hervorragend, leider in dichtem Nebel versunken. Aber es ist ja auch Herbst. Apropos Weststadthalle: Ich finde, dass dies eine der schlimmsten Konzertlocations im Pott ist. Deshalb meide ich den Schuppen weitestgehend - außer, es lässt sich nicht vermeiden, wie eben bei den Blues Pills. Die reiten ja bekanntlich mittlerweile mächtig erfolgreich auf der Retro-Welle und machen das ziemlich gut. Neben der musikalischen Leistung sind die Shows auch immer erstaunlich anzuschauen. Sängerin Elin säuft pro Gig 2-3 Liter Wasser. Ich habe noch nie jemanden soviel trinken sehen, wenn er auf der Bühne steht. Faszinierend. 

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Als Pressevertreter bekommt man selten echte Eintrittskarten, sondern steht einfach schnöde auf irgendwelchen Listen. Wenn es mal welche gibt, ist das zumeist der seelenlose CTS-Einheitsscheiß. Auch hier hielt das Blues Pills-Konzert eine freudige Überraschung für mich bereit: eine tolle, echte Eintrittskarte. Wie früher. So schööön (Foto)!

Desweiteren war meine Woche geprägt von einer wahren Promo-Flut, darunter zahlreiche PS4-Games wie Driveclub, Alien Isolation oder Evil Within. Im Schrank stehen auch noch einige Konzert-BluRays (Genesis, Clapton), während ich immerhin schon die Monty Python Live-Scheibe gucken und reviewen konnte. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Es wird also nicht langweilig. 

Auch bei Ärztebesuchen wird es meist genau das nicht: Wenn der Augenarzt einem verkündet, dass man die ideale Sehschwäche hätte, um auch im hohen Alter noch ohne Brille gut lesen zu können, ist das eines der zweifelhaften Komplimente, die nur Mediziner verteilen können. Immerhin bin ich so mäßig „blind“, dass die Diskrepanz zwischen Kurzsichtigkeit (schon fast immer) und Altersweitsichtigkeit (neuerdings) erträglich ist. 

Altersweitsichtigkeit????

Ihr lest richtig. Es sind vier Fragezeichen und eine derartige Inflation an Satzzeichen benutze ich nur bei Ungeheuerlichkeiten. So langsam bröckelt der Lack also, die fehlende Weitsicht schafft hier den wirklichen Durchblick. Nächste Woche ist dann der Zahnarzt an der Reihe. Ich befürchte ein neuerliches Kompliment: "Sie haben echt tolle Prothesen für leckere Haferflocken morgens ..."

 

Heute gibt es auf vielfachen Wunsch mal wieder ein Spotify-Mixtape (gaaanz unten). Tut Euch den Gefallen und hört das Ganze nicht im Shuffle-Modus, ich habe mir schließlich bei der Anordnung der Songs etwas gedacht. Ich shuffle quasi für Euch. Have Fun!

 

 

In diesem Sinne: Rock on

 

 

yoursdocrock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS4-Review: Alien Isolation

Alien-Isolation-boxartWir schreiben das Jahr 1979 und Ridley Scott dreht einen (wenn nicht den besten) Sci-Fi-Film aller Zeiten: "Alien - das unheimliche Wesen aus dem All" hat auch heute noch so eine schauderhafte Kraft, dass einem die Spucke wegbleibt. Immer und immer wieder versuchte sich die Spieleindustrie an diesem Stoff, immer und immer wieder kam Mäßiges oder gar Schrott  ("Aliens: Colonial Marines") dabei heraus. Nun macht "Alien - Isolation" vieles (nicht alles) deutlich besser und ist für Liebhaber der Filme (speziell des ersten) ein absolutes Muss.

Wir spielen die Tochter von Ripley und machen uns auf die Suche nach der ewig verschollenen Mutter. Der Clou: Alle Locations atmen den Flair des Originalfilms, inklusive hübschen 8-Bit-Computersystemen und einem Schiff, das der sagenumwobenen Nostromo sehr ähnlich ist. Sprich: Näher dran am Original, ohne dessen Geschichte erzählen zu wollen, geht es kaum. Alles, was die Vorlage so genial und beunruhigend gemacht hat, ist dabei: Der Motion-Sensor, der laut piepend die Anwesenheit einer Person (oder schlimmer: eines Alien) signalisiert, die Cryo-Kammern, der Flammenwerfer und - TUSCH - das schaurigste Wesen der Filmgeschichte: der Xenomorph. So jagt man durch die riesige Sevastopol-Station auf der Suche nach Hinweisen und bemerkt schnell, dass man selber der Gejagte ist.

Die Grundregeln sind einfach: Wer rennt ... verliert! Wer das Alien sieht und sich nicht leise verkrümmelt ... verliert. Anders als im Film gibt es keine Möglichkeit, das Wesen zu besiegen. Klingt frustrierend, macht aber den ganz besonderen Charme des Spiels aus. Ego-Shooter-Ballermänner werden verzweifeln. Dazu kommt: Das Alien ist nicht geskriptet, sprich es taucht immer mal woanders auf, vorgefertigte Szenen sind sehr selten.

Das Spiel ist der wahre Horror und nicht selten bemerkt man, wie man vor dem Fernseher selber den Atem anhält. Etwa, wenn man sich in einem Spind versteckt und der Xenomorph auf der Suche davor hertigert. Das Spiel ist gnadenlos und bockschwer, die Speicherpunkte rar gesäht, aber das macht es für mich zu einem echten Survival-Horror - im besten Sinne. "Alien - Isolation" ist nichts für Anfänger. 

Kommen wir zur Technik, denn die ist nicht ganz einwandfrei: Grafisch ist "Alien - Isolation" eher nicht Next-Gen-würdig, doch da ohnehin alles auf 80er Jahre getrimmt ist, stört das nicht so sehr. Ärgerlicher sind da schon die nicht lippensynchronen Dialoge und die eher mäßigen deutschen Sprecher. Auf der PS3 kommt es zudem zu einigen Rucklern. Schön ist, dass die Signaltöne des Motiontrackers am Controller-Lautsprecher erklingen. Nerven tut das Crafting-System, mit dem man etwa seine Medkits selber basteln muss, aber irgendwie passt das wie die Faust aufs Auge, denn dieses Game schenkt dem Spieler einfach rein gar nichts. In den Bonusmissionen kann man die Originalcrew der Nostromo "spielen", für Fans klasse, ansonsten bringen diese Extra-Spielchen keinen großen Mehrwert.

 

Fazit: Ein Muss für Alien-Fans und ein gandenlos, bockschweres Spiel ums Überleben.

 

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